Crossborder Health Education
Die Europäische Union (EU) fördert seit vielen Jahren in verschiedenen Bereichen das Zusammenwachsen ihrer Mitgliedsstaaten. Das geschieht unter anderem durch das „Interreg“- Programm, das Projekte mitfinanziert, die Grenzregionen von EU-Ländern einander näher bringen. „Das Land Kärnten und das Landeskrankenhaus Villach sind in diesem Zusammenhang schon seit Jahren federführend in Sachen "Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung" tätig, sagte Kärntens Gesundheits- und Krankenanstaltenreferent LR Peter Kaiser anlässlich des heutigen Starts der Initiative „grenzüberschreitende und interregionale Aus- und Weiterbildung im Gesundheitsw
esen“.
Die Initiative, mit Kärnten als Projekt-Leadpartner, der Region Friaul-Julisch Venetien und der Region Veneto im Rahmen des Interreg IV - Programmes, wird wieder aus EU-Mitteln gefördert. Abgewickelt wird das Projekt mit einem Gesamtausgabenvolumen von € 830.000,00 im Auftrag der drei Regionen von der am LKH Villach beheimateten SANICADEMIA – Internationale Fortbildungsakademie für Gesundheitsberufe EWIV, dessen Gründung im Jahr 2006 ein Ergebnis des vor drei Jahren abgeschlossenen Interreg-Projektes ist. Erst vor wenigen Tagen wurde die Aufnahme des Krankenhauses Jesenice als Vertreter der Republik Slowenien von der Mitgliederversammlung der SANICADEMIA beschlossen.
„Gerade in einem zusammenwachsenden Europa ist es zum Wohle der Menschen notwendig, in vielen Bereichen grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten. Besonders im Gesundheitsbereich profitieren die Menschen von den Weiterentwicklungen, die sich durch den Erfahrungs- und Wissensaustausch unter den Gesundheitsexperten ergeben“, so Kaiser.
Das auf drei Jahre angelegte Projekt wendet sich an Angehörige aller Gesundheitsberufe der drei Regionen. Projektziel ist mit Unterstützung der EU, die Aus- und Weiterbildung für Gesundheitsberufe zu harmonisieren und damit eine Qualitätsverbesserung zu erzielen. In diesem Zusammenhang sollen die Qualitätsmanagementsysteme der Länder und Regionen angeglichen, Fachtagungen organisiert, Sprachkurse entwickelt, Fachausbildungen gegenseitig anerkannt sowie praktische Berufserfahrungen durch Austauschprogramme gesammelt werden. Der Hauptnutzen für Patienten aus den Nachbarregionen soll einerseits ein noch schnellerer und rascherer Zugang zur Gesundheitsversorgung jenseits der Grenze sowie die Weiterentwicklung der qualitativ hochwertigen medizinisch-pflegerischen Betreuung durch ein verbessertes sprachliches und kulturelles Verständnis des Krankenhauspersonals sein.

